Gestern am 11.11.09 hat das Wohn-Centrum Lührmann (Halle/Saale) zum Wirtschaftsstammtisch der MIT (Mittelstand- und Wirtschaftsvereinigung der CDU) eingeladen.
Referenten:
Herr Dr. Schädlich (isw Institut)
Frau Edner (Agentur für Arbeit)
Herr Leimbach (Landesverwaltungsamt)
Herr Lunebach (Stadtplanungsamt Halle (Saale)
Herr Stavenhagen (FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG)
Herr Messerschmidt (Unternehmer)
Die Moderation: übernahm Herr Weiss (Rechtsanwalt).
Das Wohnzentrum Lührmann Halle Saale wurde am 09.09.09 / 9:09 Uhr eröffnet. Das ehemalige Karstadtgebäude hat somit eine neues Nutzungskonzept, was sehr gut angenommen wird.
Im Laufe der Diskussionen wurden auch Stimmen laut, die die Zusammenarbeit mit der Stadt als nicht optimal bezeichneten.
Herr Stavenhagen (Frohe Zukunft - 7000 Mitglieder - 6000 Wohneinheiten) kritisierte das Absprachen, in Bezug auf Rückbau, nicht eingehalten werden und Herr Dr. Schädlich riet, beim Dialog mit der Stadt "Mehr miteinander statt übereinander" zu reden.
Herr Leimbach vom Landesverwaltungsamt bemerkte, dass seit 1990 ca. 1Mrd. an Fördergeldern verbaut wurde.
Herr Messerschmidt (Unternehmer) beschäftige sich mit dem Rückbau und erwähnte den starken Konkurrenzdruck von Außen.
Frau Edner (Geschäftsführerin Agentur für Arbeit Halle) überraschte mit positiven Zahlen. Die Arbeitslosenquote liegt in Halle bei 14% und für weiteren Bereich der Agentur bei 12%. Das Engagement von Frau Edner wurde von allen gelobt, da Sie mit der Agentur Zitat: "Auf den Markt geht und die Leute direkt anspricht" Frau Edner erwähnte auch andere Problematiken wie z:B. die nicht mehr zeitgemäße Öffnungszeiten von Kindergärten im Vergleich zur Veränderung der heutigen Arbeitszeiten.
Die Ziele der Stadt Halle wurden zu oft neu definiert, wobei viel Zeit und Geld verloren gegangen ist. Darüber waren sich alle Referenten weitgehend einig. Momentan fehlen in Halle Grundstücke für neue Projekte. Vorhandene Abrissprojekte kann man für eine gute Stadtentwicklung nicht nutzen, bemerkte Herr Stavenhagen.
Das Statement von Herr Dr. Schädlich, "Nicht die Stadtentwicklung ist der Motor für den Mittelstand, sondern der Mittelstand ist der Motor für die Stadtentwicklung" brachte die Diskussionsrunde zum Abschluss. Dieser Aussage stimmten alle Referenten zu.